- 19. November 2025
Einfach eine Idee persönlicher: HOLIDAY LAND setzt in Antalya neue Akzente für die Zukunft

Oberursel/Antalya, 19. November 2025 – Mit dem Motto „Einfach eine Idee persönlicher“ hat HOLIDAY LAND seine Jahrestagung 2025 an der türkischen Riviera durchgeführt und damit ein Zeichen gesetzt: Die Zukunft des Reisevertriebs braucht Digitalisierung, Personalentwicklung sowie -gewinnung und vor allem enge Partnerschaften. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Reisebüros sowie von Veranstaltern und touristischen Leistungsträgern diskutierten drei Tage lang über wirtschaftliche Entwicklungen, politische Rahmenbedingungen und Weichenstellungen für die Wettbewerbsfähigkeit eines modernen Franchise-Systems in Zeiten permanenter Veränderung.
Auf der Tagung im Hotel Lara Barut Collection wurde deutlich, dass HOLIDAY LAND trotz eines angespannten Marktumfelds auf einem soliden Fundament steht. Die Zahl der Franchise-Büros lag zum Ende des Geschäftsjahres 2024/25 bei konstant 200; der Gesamtumsatz blieb stabil. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Provisionen der Büros spürbar an. Konkret: In den Reisebüros von HOLIDAY LAND wird mehr Geld verdient. Als einer der wichtigsten Gründe für die bessere Ertragslage wurde das im vergangenen Jahr eingeführte Provisions-Steuerungs-Tool der Firma ACCON genannt. Besonders stark sei zudem das Geschäft mit dem Leitveranstalter schauinsland-reisen gewachsen.
Geschäftsführer Detlef Schroer ordnete die Lage zuversichtlich ein. „Wir haben gezeigt, dass wir als starkes Franchise-System unseren Reisebüros in einem schwierigen Umfeld echten Mehrwert bieten. Wir wissen aber auch: Das neue Geschäftsjahr wird eine große Herausforderung, der wir mit kreativen Konzepten begegnen müssen.“
Wert, Strategie und Zukunft
Der neue Geschäftsführer an Schroers Seite, Michael Sawang, ging konkret auf diese neuen Konzepte für das Franchise-System ein. Er stellte seine Agenda unter die Begriffe Wert, Strategie und Zukunft – drei Ebenen, die seiner Ansicht nach darüber entscheiden, wie tragfähig Reisebüros in den kommenden Jahren wirtschaften. Beispielhaft beleuchtete Sawang den Wert eines Reisebüros aus Sicht von Kunden, Inhabern und potenziellen Käufern und zeigte anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, wie eng die Grenzen der Rentabilität in vielen Betrieben sind. Steigende Personalkosten oder falsch gesteuerte Provisionen können den wirtschaftlichen Erfolg schnell unter Druck setzen. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung oft unterschätzter Ressourcen wie gepflegter Kundendaten, motivierter Teams oder einer klaren Omnichannel-Aufstellung, um Kunden dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten – on- und offline.
Sawang kündigte an, dass HOLIDAY LAND seine Partner intensiver durch die Herausforderungen von Nachfolge, Digitalisierung und Personalentwicklung begleiten will. Insbesondere dem Thema Nachfolgeregelung wolle man sich in diesem Geschäftsjahr stellen. Zwei Drittel der Reisebüroinhaber seien bereits über 50. „Wir müssen für einen möglichen Verkauf den Wert der Reisebüros und deren wirtschaftliche Perspektive stärken. Dazu gehören klare Planungszahlen, digitale Kompetenz, eine starke Arbeitgebermarke und gepflegten Kundendaten als Basis für den Erfolg.“
Emotionaler Abschied für Geschäftsführer Albin Loidl
Als besonderen Redner begrüßten die Reisebüros den Präsidenten des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Albin Loidl. Der DRV-Präsident war nach seiner Wahl als Franchise-Leiter von HOLIDAY LAND ausgeschieden. In der Türkei nahmen die Reisebüros einen emotionalen Abschied von ihrem langjährigen Geschäftsführer. Inhaltlich nahm Loidl Stellung zu den politischen Rahmenbedingungen der Touristik. Er begrüßte die geplante Absenkung der Luftverkehrssteuer, betonte aber, dass Preisentwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Branche weiter belasten. Mit Blick auf die Reform der Pauschalreiserichtlinie plädierte er für Lösungen, die den Alltag von Reisebüros nicht zusätzlich verkomplizierten. Nach wie vor gebe es Stimmen, die eine risikoanfällige Ausweitung der Veranstalterhaftung forderten.
Die Zeit des Gegeneinanders ist vorbei
Ein zentraler Programmpunkt war eine von der Journalistin Bianca Wilkens (fvw) moderierte Diskussion. Mit ihr auf dem Podium saßen neben Michael Sawang, Anja Dammann (schauinsland-reisen), Songül Göktas-Rosati (Bentour), Constantin Barnow (TUI), Nils Casmir (DERTOUR), Sven Barth (AIDA) sowie als Vertreter der jungen HOLIDAY LAND Generation Elisa Löffelmann und Fabian Dülker. Die Gesprächsteilnehmer waren sich trotz einer kontroversen Diskussion einig, dass Reisebüros und Veranstalter ihre Kräfte viel mehr als je zuvor bündeln müssen, um im Wettbewerb um den Kunden sichtbar zu bleiben. Die Zeit des Gegeneinanders sei vorbei. Angesichts steigender Preise, komplexer Provisionsmodelle und wachsender Anforderungen an digitale Sichtbarkeit brauche es eine neue Offenheit im Austausch. Mehrfach wurde betont, dass junge Kundinnen und Kunden trotz Künstlicher Intelligenz und Online-Angeboten weiterhin Wert auf persönliche Beratung legen.
Vielseitiges Begleitprogramm
Einen Kontrapunkt setzte der Auftritt von „Taschendieb“ Christian Lindemann, Solokünstler beim Cirque du Soleil und Performance-Dozent. Lindemann nahm die Teilnehmenden mit in eine Welt, in der Präzision, Mut und vor allem Persönlichkeit über Erfolg entscheiden. Er zeigte, wie eng Bühne und beruflicher Alltag verknüpft sind und warum 98 Prozent aller Grenzen im Kopf entstehen. Seine Botschaft zielte darauf ab, den eigenen Fokus zu schärfen, Routinen zu hinterfragen und den Mut zur Veränderung zu kultivieren. Ein Kern seiner Aussage: Wenn Preis, Leistung und Qualität vergleichbar sind, entscheidet am Ende immer der Mensch – eine Haltung, die Reisebüros auf ihren Beratungsalltag übertragen könnten.
Abgerundet wurde die Tagung durch Workshops von ACCON, Bewotec, Explorer sowie dem Website-Team aus der HOLIDAY LAND Zentrale. Ergänzt wurde das Programm durch eine Hotelbesichtigungstour, eine Bootsfahrt zum Düden-Wasserfall und individuelle Erkundungen in Antalya.
